Aktuelle Kurz-Informationen aus den Bereichen Betriebswirtschaft und Finanzen für mittelständische Unternehmen und Unternehmer

Autor: Konrad Lüke, Bankkaufmann
Inhaber der Conny Lüke Unternehmensberatung
www.cl-ub.de

  1. Liquidität geht vor Rentabilität

    In Unternehmen jeder Größenordnung können Situationen eintreten, die es erfordern, nach dieser (zugegebenermaßen) markigen Aussage zu agieren. Aber: Wie das in die Tat um-setzen, ohne dass Gesellschafter, Kreditgeber und Lieferanten Geschäftsführung so unter Druck setzen, dass der normale Geschäftsbetrieb dadurch erheblich tangiert wird und sogar negative Trends beschleunigt. Die Lösung heißt: Strategische Liquiditätsbeschaffung in guten u. ruhigen Unternehmensphasen vorbereiten oder griffiger ausgedrückt: Liquiditätsquellen erschließen, wenn „der Laden“ läuft.

  2. Übliche Wege der Liquiditätsbeschaffung
    1. Bankkredite zur Finanzierung von Anlage- u. Umlaufvermögen sind die am häufigsten gewählten Varianten. Sie sind nicht immer die günstigsten, und zwar sowohl in Bezug auf die Stellung von Sicherheiten, als auch in Bezug auf die zu zahlenden Zinsen und Bearbeitungsgebühren.
    2. Die Kombination von Bankkrediten in Kombination mit Fördermöglichkeiten kann diese negativen Punkte teilweise erträglicher werden lassen, allerdings sind Zeitrahmen für die Abwicklung und Verwaltungsaufwand nicht zu unterschätzen.
    3. Mietkäufe und Leasing von Anlagegütern sind ebenso etabliert.
    4. Factoring von Kundenforderungen wird von vielen Unternehmen nicht eingesetzt, obwohl Factoring ständig erweitert wird, z. B. für Handwerksbetriebe.
    5. Der Einkaufsfinanzierung wird noch wenig Beachtung geschenkt, sie kann aber starke Entlastung z. B. bei längeren Fertigungszeiten nach sich ziehen.
    6. Ähnliche Effekte wie bei der Einkaufsfinanzierung treten bei Vereinbarungen längerer Zahlungszielen mit Lieferanten ein, bedeuten allerdings i. d. Regel Skontoverlust.
  3. Strategische Wege der Liquiditätsbeschaffung
    1. Stärkung der Eigenkapitalbasis, wenn Unternehmer/Gesellschafter potent sind.
    2. Mitarbeiterbeteiligung, wird in Zeiten des Fachkräftemangels zunehmend wichtiger.
    3. Beteiligungsgesellschaften, in Deutschland gibt es rund 200 davon, stellen Kapital zur Verfügung, ohne Stellung von Sicherheiten und ohne Einfluss auf die Geschäftsführung.
    4. Bei der Stillen Beteiligung erhalten die Investoren keine dinglichen Sicherheiten, sie haben keinen Einfluss auf die Geschäftsführung. Allerdings muss die Verzinsung attraktiv sein und Informationswünsche bzw. –rechte müssen befriedigt werden.
    5. Business Angels bringen in der Regel außer Know – How auch Kapital mit.
    6. Die Ausgabe von Genussrechten ist durch die Insolvenz der Prokon ins Gerede gekommen. Die Tatsache, dass in diesem Falle von 75.000 Anlegern Millionenbeträge eingesammelt worden sind, stellt stark unter Beweis, dass dies eine praktikable Möglichkeit der Kapitalbeschaffung ist.
    7. Small – Money – Beteiligung ist eine andere Bezeichnung für die Ausgabe von Genussrechten, bei der keine Prüfung des Prospektes durch die Bafin erforderlich wird.

Der Autor dieser konzentrierten Übersicht verfügt auf diesen Sachgebieten über langjährige Erfahrungen und belastbare Verbindungen. Zur Beantwortung von Nachfragen und zur Begleitung von Aktionen bei der Liquiditätsbeschaffung steht er nach Abstimmung zur Verfügung.

Reken, den 15. August 2014
Konrad Lüke, Bankkaufmann – Unternehmensberater – Manager, Inh. der:
Conny Lüke Unternehmensberatung, www.cl-ub.de

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