Das Code Ident Verfahren bietet Sicherheit für Datenschutz und Dialogmarketing

Autor: Heiner Niehüser

Das Code Ident Verfahren ähnelt dem PIN-TAN Verfahren im Internet Banking und wird dort eingesetzt, wo Unternehmen werblichen Kontakt mit einem Telefonanruf zu ihren Interessenten aufnehmen wollen.

Beispiel: Der Interessent trägt auf der Kontaktseite einer großen Versicherung aus Münster seine Rufnummer ein und wünscht einen Rückruf zwecks Beratung für eine private Krankenversicherung.

Frage: Dürfen die persönlichen Angaben des Interessenten gespeichert und verarbeitet werden und darf der Interessent angerufen werden?

Antwort: Nein! Es machen zwar die meisten Unternehmen, aber nur solange bis sich der Landesdatenschutzbeauftragte einschaltet oder der Wettbewerber. Und dann wird es teuer.

Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) lässt eine Erhebung von personenbezogenen Daten nur beim Betroffenen zu §4, Absatz 2 BDSG. Wie kann also die Versicherung sicherstellen, dass die Daten von der Internet Kontaktseite wirklich vom Betroffenen selbst eingetragen wurden?

Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) erlaubt einen Telefonanruf zu werblichen Zwecken (hier die Beratung oder Terminvereinbarung zur Beratung) nur mit Zustimmung §7 (2) Ziff. 2 UWG. Wie kann die Versicherung sicher sein, dass der Interessent seine eigene und nicht die Rufnummer seines Nachbarn angegeben hat?

Schutz vor Bußgeldern (ca. 1-5 Tsd. EUR pro Fall) oder strafbewehrten Unterlassungserklärungen (ca. 3 Tsd EUR) erhalten Sie durch Verfahren, mit der Sie die Identität von eintragender und eingetragener Person prüfen. Dazu berate ich Sie gerne als Datenschutzbeauftragter oder im Projekt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.